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von nemesis sniper bei jenaantifa eingereicht
Wann: Mittwoch, 11. Januar 2012, 20.00 Uhr
Wo: FSU Jena, Carl-Zeiss-Str. 3, Raum 206
Wer: Peter Bierl
Anfang Juni 2011 wurde der australische Bioethiker Peter Singer von der Giordano-Bruno-Stiftung in Frankfurt mit einem “Ethik-Preis” für seinen Einsatz für Tierrechte ausgezeichnet. Antifaschisten und
Behinderten-Verbände protestierten, weil dieser zwischen lebenswerten und lebensunwertem Leben selektiert und dafür plädiert, behinderte Kinder nach der Geburt töten zu können.
Für Singer ist das eine Frage des Kalküls: “Sofern der Tod eines behinderten Säuglings zur Geburt eines anderen Säuglings mit besseren Aussichten auf ein glückliches Leben führt, dann ist die Gesamtsumme des Glücks größer, wenn der behinderte Säugling getötet wird.” Ähnliche Thesen finden sich in seinem Buch “Animal Liberation” (1975), mit dem Singer den Begriff Tierrechte populär gemacht hat.
Der Journalist Peter Bierl setzt sich in seinem Vortrag mit Singers
Thesen, den Tierrechtlern und Antispeziesisten auseinander und zeigt, dass diese Konzepte weniger dazu taugen, das Leid und die Quälerei von Tieren zu beenden, als vielmehr Menschen abzuwerten und damit einer neuen Rassenhygiene Vorschub leisten.
Im einem zweiten Vortrag am 21. Februar 2012 in Jena beschäftigt sich Peter Bierl mit der Tradition der Rassenhygiene, dem Beitrag den
Wissenschaftler der Universität Jena, angefangen mit Ernst Haeckel, dazu geleistet haben, bis hin zur Soziobiologie als Ideologie der so genannte Neuen Rechten und den Thesen Thilo Sarrazins.
Eine Veranstaltung der Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt, gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.