13.06.2012: Film: „Blut muss fliessen“

Vom 11. bis zum 15. Juni 2012 zeigt ein Thüringer Trägerkreis, dem die Landeszentrale für politische Bildung, Mobit e.V. Thüringen, Ezra und die Friedrich-Ebert-Stiftung angehören, in fünf Thüringer Städten den Film “Blut muss fliessen”. Im Anschluss an die Vorführung stehen der Regisseur Peter Ohlendorf und ein Vertreter von Mobit als Gesprächspartner zur Verfügung.

In Jena wird der Film in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, KoKont, den Jugendzentren „Hugo“ und jg Stadtmitte sowie dem Jenaer Aktionsnetzwerk gegen Rechts am 13. Juni an vier verschiedenen Orten gezeigt.

Termine

– 09.30 Uhr Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum Jena-Göschwitz

– 14.30 Uhr Jugendzentrum “Hugo”

– 18.00 Uhr Kubus

– 21.30 Uhr JG Stadtmitte

(Quelle: http://www.aktionsnetzwerk.de/cms/index.php)

[Vortrag & Film]Remember what’s forbidden! Die katholische Kirche & andere Abtreibungsgegner_innen

Revolta Jena:

Der Papst tritt seine Deutschlandreise an und wird die Städte Berlin, Erfurt und Freiburg im Rahmen eines großen Events beehren. Unter dem Motto “Wo Gott ist, da ist Zukunft” will der oberste Vertreter der katholischen Kirche zu seinen Anhängern und zahlreichen Event-Tourist_innen sprechen. Was dieser reine Männerbund jedoch als Zukunftsperspektive verkauft, wirkt für viele Teile der Bevölkerung als drastische Beschneidung der eigenen Selbstbestimmung. Denn mit Ratzinger kommt nicht nur ein Prediger religiöser Homophobie, sondern auch ein radikaler Abtreibungsgegner nach Erfurt.

Die auf dem katholischen Naturrecht beruhende Stilisierung des Schwangerschaftsabbruchs zum Verbrechen stellt einen massiven Angriff auf die reproduktiven Rechte von Frauen dar – gerade deshalb weil die moralische Hetze von Ratzinger und Konsorten eben nicht nur christliche Menschen betrifft, sondern zur systematischen Stigmatisierung des Schwangerschaftsabbruchs beiträgt.

Wir wollen uns mit den Folgen dieser Stigmatisierung beschäftigen und einen Blick auf gesellschaftliche Zustände werfen, in denen Abtreibungen bei weitem nicht so leicht durchzuführen sind, wie es konservative und religiöse Stimmungsmacher es gerne darstellen. Im Gegenteil: Statistisch stirbt alle sieben Minuten eine Frau an den Folgen eines illegalen Abbruchs.

Dazu wird die Kulturwissenschaftlerin Sarah Diehl ihren Film “Abortion Democracy” zeigen. Die Dokumentation zieht einen direkten Vergleich zwischen Polen und Südafrika, in dessen Gesetzgebung der Schwangerschaftsabbruch legalisiert ist. Der Fokus liegt dabei auf der tatsächlichen Zugänglichkeit von Schwangerschaftsabbrüchen, die nicht nur von Gesetzen abhängt, sondern ebenso von sozialen Zwängen und gesellschaftlichen Moralvorstellungen.

Im Anschluss daran wird die Regisseurin des Films einer offenen Diskussion zur Verfügung stehen.

4. August 2011 | Donnerstag
19 Uhr | CZS 3 | SR 206

Veranstaltung im Rahmen der Heidenspaß statt Höllenagst-Kampagne gegen den Papstbesuch in Erfurt

Sie haben das Recht zu schweigen

Vortrag von Udo Vetter:
Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt
(Video-Mittschnitt)

Danach Diskussion mit der Roten Hilfe Jena

Wer online lebt und arbeitet, tut dies unter den Augen der Strafverfolger. Der Vortrag schildert, wie Durchsuchungen, Vernehmungen und Ermittlungsverfahren ablaufen. Er erklärt, wie man sich gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft richtig verhält.

28.01.: Filmvorführungen zum Holocaustgedenktag

Mitte der 80er Jahre legte der Filmemacher und Résistance-Kämpfer Claude Lanzmann eine der radikalsten und umfassendsten Filmarbeiten vor, die mit dem Schema brechen: keine Musik, kein Kommentar, kein einziger Leichnam und keine Minute Archivaufnahmen. Statt dessen 12 Jahre Arbeit, 350 Stunden Material und 9 ½ Stunden Film gegen das Vergessen. Keine Dokumente der Vergangenheit, sondern die Gegenwärtigkeit des Erinnerns.

Lanzmann besuchte „Todesfabriken“ wie u.a. Sobibor & Treblinka und befragte in Polen, in Israel, in den USA und in Deutschland die letzten Augenzeugen der Katastrophe zu Themen wie Deportation und Lageralltag. Überlebende der »Sonderkommandos«, Zuschauer und NS-Täter kommen zu Wort.

Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages 2011 und aus Protest gegen jede Form des Antisemitismus präsentiert die Linksjugend [‘solid] 90 Minuten des Films „SHOAH“ mit einer Städtetour in sechs verschiedenen Orten Thüringens. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei.

 

Arnstadt: 26.01.2011

19 Uhr

Linkes Jugendbüro

Zimmerstraße 6

Im Rahmen der Reihe gegen Antisemitismus

Saalfeld: 27.01.2011

19 Uhr

Jugend- und Wahlkreisbüro Haskala

Saalstr. 38

Jena: 28.01.2011

19 Uhr

JG Stadtmitte

Johannisstr. 14

Ilmenau: 03.02.2011

19 Uhr

TU Ilmenau (Curie-Hörsaal)

Im Rahmen der Reihe gegen Antisemitismus

Erfurt: 04.02.2011

18 Uhr

Offenes Jugendbüro Redroxx

Pilse 29

Eisenberg: 08.02.2011

19 Uhr

Jugendzentrum Wasserturm

Ladestr. 2

Quelle: http://haskala.de/2011/01/17/film-zum-holocaustgedenktag-shoa/