Am 20.7. warm-up gegen Thügida in Jena

Am Mittwoch, den 20. Juli, werden Thügida mit ihrem Wurstmobil von 12 bis 15 Uhr in Jena auf dem Marktplatz zu Besuch sein. Seit David Köckerts Rückzug von der NPD widmet sich er völlig seinem Projekt Thügida und tourt seit dem letzten Besuch in Jena (20. April) weiter durch das Land. Bevorzugt nach Ostthüringen und Sachsen, aber auch runter nach Südthüringen und Nordbayern bis rauf nach Niedersachsen und Berlin fahren die Thügida-Nazis, um ihre Menschen verachtende Scheiße unter die Leute zu bringen und ihr rechtes Netzwerk zu pflegen. Nun also mal wieder nach Jena.
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27.08.2013: Infoveranstaltung zur Kundgebung in Weimar

Am Frei­tag, den 30.08.13 ab 09.00Uhr fin­det vor dem Amts­g­reicht Wei­mar eine Kund­ge­bung gegen Po­li­zei­ge­walt statt. Die So­li­grup­pe „Wei­mar im April“ ruft dazu auf, da an die­sem Tag der erste Pro­zess gegen eine der vier Be­trof­fe­nen von Po­li­zei­ge­walt er­öff­net wird. Nach­dem im April 2012 die Per­so­nen in der Wei­ma­rer Po­li­zei­in­spek­ti­on miss­han­delt wur­den und eine in­ter­ne Er­mitt­lung gegen die be­tei­lig­ten Be­am­t_in­nen An­fang die­ses Jah­res ein­ge­stellt wurde (siehe hier und hier), ste­hen nun die Be­trof­fe­nen selbst vor Ge­richt – ihnen wird „Wi­der­stand gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te“ und „Vor­täu­schen einer Straf­tat“ vor­ge­wor­fen.

Am Diens­tag vor der Kund­ge­bung fin­det eine Mobi- und In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung statt:

Diens­tag, 27.08.2013 – In­for­ma­ti­ons- und Mo­bi­ver­an­stal­tung – In­for­ma­tio­nen über den Fall von Po­li­zei­ge­walt in Wei­mar, The­sen und Dis­kus­si­on zur ge­sell­schaft­li­chen Wahr­neh­mung von Po­li­zei­ge­walt – 19:00 Uhr im In­fo­la­den Jena

Infos und Ma­te­ri­al:
Pres­se­mit­tei­lung zur Kund­ge­bung
Mo­bi-Fly­er zur Kund­ge­bung (Ko­pier­vor­la­ge)

via http://www.antifa-arnstadt.tk

Am 29. September 2011 hat sich die „freie Heimatzeitung“ „Arnstädter Stadtecho“ die Autorin und Journalistin Eva Herman zum „3. Arnstädter Stadtgespräch“ eingeladen. Herman wird dort über die von ihr so bezeichnete Hetzkampagne gegen ihre Person berichten, nachdem sie sich 2007 wohlwollend über völkische Familienpolitik äußerte und schließlich von ihrem Arbeitgeber, dem NDR, vor die Tür gesetzt wurde. Herman steht für politische Positionen ein, die dezidiert antifeministisch sind und auf Dauer zu einer Rehabilitierung von NS-Ideologie führen werden und sollen, von der sie sich jedoch, wie sich das für den demokratisch gewandeten Faschismus gehört, selbstverständlich vehement abgrenzt. Steht Herman, was prominente Vertreter angeht, neben Thilo Sarrazin und einigen reaktionären CSU-Politikern, mit diesen Positionen noch recht allein da, so ist das politische Establishment in Arnstadt vollständig in der Hand dieser Klientel. Der Bürgermeister Hans-Christian Köllmer, die regierende Partei bzw. Wählervereinigung „Pro Arnstadt“ und die ihr sehr nahe stehende bzw. mit ihr verfilzte Lokalpostille „Arnstädter Stadtecho“ vertreten seit Jahren protofaschistische Positionen zwischen Antikommunismus, NS-Verharmlosung, Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus. Und der Erfolg bei Wahlen zeigt neben unzähligen sozialwissenschaftlichen Erhebungen, dass diese Positionen in der deutschen Bevölkerung Mehrheiten finden. Diese Mehrheiten wiederum geben den protofaschistischen Politikern Auftrieb und demokratische Legitimität, denn was die Mehrheit des Volkes denkt, so die bescheidene Logik demokratischer Herrschaft, sollte schließlich Maxime der Politik sein. Warum der Mob aber denkt, wie er denkt, oder besser: warum er nicht denkt, interessiert diese Leute nicht und wie sollte es auch. Sie sind wahrhaft, auch wenn die vermeintlich „richtigen“ Demokraten das nicht hören wollen, Volksvertreter. Sie stehen dafür ein, dass der Borniertheit des ungebildeten, zugerichteten Einzelnen potenziert zur Dummheit der Masse im Politischen Geltung verschafft wird.

Aufgabe antifaschistischer Kritik kann es nur sein, diese Ideologie als das zu entlarven, was sie ist: ein radikaler Konservativismus, der sich seit eh und je als Bundesgenosse des Faschismus entpuppte. Eva Herman und Konsorten sind besonders regressive Vertreter bürgerlicher Ideologie und als solche ein Produkt jener Gesellschaftsordnung, die wir als Ganzes ablehnen, nicht nur weil sie derartige Demagogie notwendig hervorbringt, sondern weil sie einem guten Leben für alle Menschen im Wege steht.

Wir wollen mit einer Kundgebung am 29. September unseren Widerspruch gegen die politischen Verhältnisse in Arnstadt, aber auch gegen die herrschende Gesellschaftsordnung als Ganzes zum Ausdruck bringen und dabei zeigen, dass faschistisches Denken und bürgerlich-kapitalistische Gesellschaftsordnung zwei Seiten derselben Medaille sind. Die Freiheit für die wir kämpfen, liegt jenseits dieses Zusammenhanges.


Wann: Donnerstag, 29. September 2011 – 19 Uhr
Wo: Riedplatz, Arnstadt
Infos: www.antifa-arnstadt.tk

Die Veranstaltung des “Arnstädter Stadtecho” mit Eva Herman findet in unmittelbarer Nachbarschaft, im Gast- und Logierhaus “Zur Goldenen Henne”, Ried 14, statt.