Gegen die Thügida-Demo am Mi (17.8.16)

… oder wie JURI es nennen: Take them down in Paradise city! Nicht nur die linke Gruppe aus Jena ruft dazu auf, sich am Mittwoch, den 17. August, den Nazis entgegen zu stellen. Auch die Leute vom antifaschistischen Saalfelder Jugendbündnis haben ihre Gedanken zum de facto Heß-Todestag-Gedenkmarsch in ein paar Worte gefasst. Und das obwohl es in Saalfeld selbst genug zu tun gibt. Danke für die Solidarität an dieser Stelle!
Ihr braucht noch mehr Infos zu Mittwoch? Dann hilft aktuell nur der twitter-Kanal ‚Läuft nicht!‘.

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Mehrere nächtliche Nazi-Demos

Antifa Saalfeld

Am 03. März 2012 kam es in Saalfeld (Thüringen) zu spontanen Aufmärschen rechtsradikaler Gruppen.

Zum wiederholten Male sollte ein Nazi-Konzert im „Alten Labor“ in Unterwellenborn, einer Nachbargemeinde von Saalfeld, stattfinden, welches aber von der Polizei verhindert wurde. Anmelder war wie üblich Steffen Richter, der in den letzten Jahren für eine Vielzahl von Veranstaltungsanmeldungen in der Umgebung von Saalfeld verantwortlich war. Das Konzert war am Freitag von der Gemeinde Unterwellenborn verboten worden, dieses Verbot wurde jedoch anschließend vom Verwaltungsgericht Gera wieder aufgehoben.
Allerdings wurden die im Januar nach einer Gefahrenverhütungsschau vom Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt erlassenen Brandschutzauflagen nicht erfüllt, sodass das Verbot für öffentliche Veranstaltungen im „Alten Labor“ in Kraft trat.

Nachdem die aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Nazis von der Polizei in Unterwellenborn abgewiesen wurden, sammelten sich nach Polizeiangaben etwa 30, nach Augenzeugenberichten jedoch etwa 50 gewaltbereite Rechte und zogen mit einer Spontandemonstration durch die Innenstadt von Saalfeld um gegen dieses Verbot zu protestieren.

Dabei stellten sie in der Innenstadt eine Gefahr für alle Menschen dar, die nicht in ihr Weltbild passen. So versuchten sie zum alternativen „Klubhaus der Jugend“ zu gelangen um es anzugreifen. Die Polizei konnte sie gerade noch rechtzeitig abdrängen und die Nazis drehten ab.
Kurz darauf konnten sie unter den Augen der Polizei mehrmals auf Antifaschist_innen losgehen, die sich jedoch glücklicherweise in Sicherheit bringen konnten. Wegen der inzwischen erhöhten Polizeipräsenz wurde anschließend eine weitere Spontandemonstration in Gorndorf, einem Stadtteil von Saalfeld, durchgeführt. Beide Aufmärsche wurden ebenfalls von Richter, welcher bereits seit langem eine Führungsperson der rechten Szene ist, angemeldet.
Mehrere Kleingruppen der Nazis blieben jedoch in der gesamten Innenstadt zurück und bedrohten aggressiv Menschen.

Das schon seit langem immer offensiver werdende Auftreten von Nazis in Saalfeld und Umgebung, sollte auch den letzten linken Menschen im Landkreis gezeigt haben, dass ein ruhiger Kiez ohne Probleme mit Nazis keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Trauern? Nicht mit uns! Naziaufmarsch am 14.04 verhindern

Trauern? Nicht mit uns!

Am 14. April 2012 planen regionale Nazis bereits zum zweiten Mal in Folge die Durchführung eines sogenannten „Trauermarsches“ im vogtländischen Plauen. Als veranstaltende Gruppe tritt dabei die RNJ („Revolutionäre Nationale Jugend“) auf – eine hauptsächlich im vogtländischen Hinterland aktive Neonazikameradschaft mit guten Kontakten zum „Freien Netz“. Wie bei vergleichbaren Veranstaltungen in anderen Städten richtet sich die Argumentation der Nazis auf die groteske Verdrehung und Revision der Geschichte in Bezug auf die Bombardierung Plauens in der Schlussphase des zweiten Weltkrieges – die Bombardierung der Stadt als Zentrum der Rüstungsindustrie wird zum Kriegsverbrechen uminterpretiert und explizit an die „deutschen Opfer“ eines nationalistisch herbeihalluzinierten „alliierten Terrors“ erinnert. Nachdem im letzten Jahr ca. 120 Nazis dem Aufruf der RNJ folgten, ist diesmal von einem deutlich höheren Mobilisierungspotential auszugehen. So wird 2012 mit Axel Reitz aus Köln ein überregional bekannter Kader der Kameradschaftsszene als Redner aufgeboten. Vermutlich soll damit neben den jährlichen geschichtsrevisionistischen Heulorgien in Chemnitz und Dresden langfristig ein dritter Großaufmarsch in Sachsen etabliert werden. Doch dieses Vorhaben stößt auf Widerstand: neben einem zivilgesellschaftlichen Bündnis mobilisieren regionale Antifagruppen in diesem Jahr zur gezielten Blockade des Naziaufmarsches. Um die Etablierung eines Großaufmarsches in der westsächsischen Provinz zu verhindern, ist es gerade für die lokalen Strukturen unbedingt nötig, auf breite Unterstützung von aktiven auswärtigen Antifaschist_innen zählen zu können. Auch dieses Jahr gilt es wieder: lasst uns gemeinsam den Aufmarsch der Trauerklöße und Heulsusen mit allen Mitteln und auf allen Ebenen verhindern! die Antifaschistischen Gruppen des Vogtlandes (AGV)